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Bayerns Pflegeministerin startet Modellprojekt "PFLEGEprevent"

Kategorie: Kurmittelhaus

Modellprojekt zur Gesundheitsförderung von Pflegekräften zusammen mit dem Kurmittelhaus der Moderne. Pressemitteilung

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml startet am Montag (5. Februar) ein neues Modellprojekt zur Gesundheitsförderung von Pflegekräften. Huml betonte am Sonntag: "Mit dem bayerischen Präventionsprogramm 'PFLEGEprevent' wollen wir einen nachhaltigen Beitrag für die Gesundheit von Pflegekräften leisten. Das deutschlandweit einmalige Projekt soll Pflegekräfte dabei unterstützen, den oft herausfordernden Arbeitsalltag zu bewältigen."
Die Ministerin fügte hinzu: "Was unsere Pflegekräfte Tag und Nacht leisten, ist enorm. Hier sind Menschen tätig, die nicht nur mit Hand und Köpfchen arbeiten wollen, sondern auch viel Kraft und Herz mit einbringen. Wichtig ist, dass Pflegekräfte auch auf ihre eigene körperliche und seelische Gesundheit achten. Hier setzt 'PFLEGEprevent' an."


Das bayerische Gesundheitsministerium fördert das Modellprojekt der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) mit 200.000 Euro. Das Programm wurde vom Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung (IBE) - Arbeitsgruppe Medizinische Klimatologie / Versorgungsforschung Kurortmedizin in Kooperation mit dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), dem Bayerischen Heilbäderverband (BHV) und dem Bayerischen Staatsbad Bad Reichenhall entwickelt. Es beinhaltet ein fünftägiges Programm am Kurort Bad Reichenhall sowie zwei Auffrischungstage.
Huml unterstrich: "Die hohe Nachfrage von Pflegekräften zur Teilnahme an unserem Präventionsprogramm zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dem wichtigen Ziel, die Rahmenbedingungen für die Pflege weiter zu verbessern, kommen wir damit ein Stück näher. Darüber hinaus signalisieren wir unsere Wertschätzung für den oft fordernden Pflegeberuf."


Die Inhalte des Präventionsprogramms wurden auf Grundlage einer Expertenbefragung in Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten sowie wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt. Das Programm kombiniert Entspannungseinheiten wie Yoga, QiGong oder Progressive Muskelentspannung mit Bewegungseinheiten zur Kräftigung (Rückenschule, Nordic Walking), und wird durch Seminare zu Themen wie Stresserkennung und -bewältigung ergänzt.
Ab Februar durchlaufen die ersten beiden Interventionsgruppen mit jeweils zwölf Teilnehmern das Präventionsprogramm in Bad Reichenhall. Zwei weitere Interventionsgruppen folgen im März, sodass insgesamt 50 Teilnehmer das Programm absolvieren. 50 weitere Pflegekräfte beginnen in der Kontrollgruppe und profitieren im Herbst 2018 ebenfalls von der Intervention des Präventionsprogramms. Nach Abschluss der Studie werden die Ergebnisse veröffentlicht. Darüber hinaus soll ein Leitfaden erstellt werden, um die Umsetzung des Programms an weiteren Kurorten zu ermöglichen.

 

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